So lautete die Überschrift eines Artikels aus den OM-Medien über den Torwart des TV Dinklage aus der Landesliga Weser-Ems. Was die Grundschulkinder aus Rulle mit dem sportlichen Aufschwung beim abstiegsbedrohten Landesligisten aus dem Landkreis Vechta zu tun haben, erfahrt ihr im Folgenden. Jan Rohe macht aktuell zusammen mit Federika Süme sein halbjähriges Schulpraktikum GHR 300 an der St.-Bernhard-Schule. Die Masterstudierenden der Universität Osnabrück sind seit Beginn des zweiten Halbjahres an der Schule und werden bis zu den Sommerferien ihr Praktikum absolvieren. Währenddessen sammeln sie wertvolle Erfahrungen im Unterrichten in den Fächern Deutsch und Sport. „Sport“ ist das richtige Stichwort, denn Jan Rohe wurde im Zuge einer besonderen Serie von der lokalen Zeitung angerufen und interviewt. Ihm gelang es, fünf Elfmeter in Folge zu parieren und in der gesamten Spielzeit sechs von sieben Strafstößen zu entschärfen. Die letzten beiden Elfmeter hielt er in den vergangenen beiden Partien gegen den VfR Voxtrup und GW Firrel und erwähnte in diesem Zuge die Grundschulkinder aus Rulle. Auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept wollte er sich nicht so richtig in die Karten schauen lassen und sagte: „Ich hatte ein gutes Bauchgefühl. Einige Spieler kenne ich ja schon etwas länger. Da entwickelt man vielleicht ein Gespür für den möglichen Schuss. Aber klar: Am Ende ist auch Spielglück nötig. “ Dieses Spielglück schien in Dinklage abhanden gekommen zu sein, als man aus fünf Spielen nur ein Remis geholt hatte, in vier von fünf Spielen kein Tor erzielt hatte und auf einen Abstiegsplatz abgerutscht war. Es mussten also neue Glücksbringer her, um in den letzten Wochen der Saison noch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. So hatte Jan Rohe die Idee, seine neuen Torwarthandschuhe von seinen Schüler:innen verzieren zu lassen und als Glücksbringer zu tragen. Also erzählte er der Klasse 2b von der aktuellen Situation und von der Idee mit den Handschuhen. Die Kinder waren begeistert und wollten helfen. Gesagt, getan: Morgens bemalt – abends im Einsatz. Verzierungen wie ein Ball, ein Smiley, ein Glücksblatt oder ein Fußballfeld, aber auch motivierende Sprüche, wie „Los, Los, Los“, „Las nichts rein“ oder „Fil Glück Herr Rohe“ schmückten fortan seine Handgelenke. Im Spiel gegen Voxtrup war es tatsächlich so, dass man endlich mal wieder führte. Beim Spielstand von 2:1 in der 77. Minute dann der Pfiff: Elfmeter für Voxtrup. Die Glücksbringer mussten ran und es funktionierte – Rohe parierte den Elfmeter und Dinklage gewinnt mal wieder ein Spiel. Im nächsten Spiel gegen Firrel stand ebenfalls wieder viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg würde man die Abstiegsränge zunächst wieder verlassen, bei Niederlage würde Firrel bis auf zwei Punkte heranrücken und die Lage sich weiter zuspitzen. Den frühen Rückstand konnte man durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit egalisieren und man war drauf und dran das 2:1 zu erzielen, doch dann der Schock. In der 80. Minute erneut Elfmeter gegen Dinklage. Doch auch diesmal entschied Rohe das Duell mithilfe seiner Glücksbringer für sich und es sollte noch besser kommen: In der 88. Minute das 2:1 für Dinklage. Zwischenfazit: 2 Spiele – 2 gehaltene Elfmeter – 2 Siege. Die Glücksbringer haben ihren Zweck auf jeden Fall erfüllt und sollen auch in den nächsten Spielen weiter dabei helfen, dass der Klassenerhalt für Dinklage zur Realität wird.

Der Artikel der OM Medien lässt sich unter dem nachfolgendem Link finden.

https://www.om-online.de/sport/dinklages-jan-rohe-der-elferkiller-und-seine-gluecksbringer-914422

Fotos vom Aufwärmen: Jonas Boning